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Intern. Großbanken kontrollieren griech. Steuersystem

bernieberlin1

Juli 30th, 2015

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Ex-Finanzminister Varoufakis wollte die eigenen Computer des griechischen Steuersystems von Profi-Hackern hacken lassen, dies recherchierten nun Journalisten (29-07-2015).

Der Skandal…

Bei Übernahme der Regierungsgeschäfte musste Varoufakis feststellen, dass bereits die Vorgänger-Marionetten-Regierung unter Leitung der EU keine Kontrolle mehr über das griechische Steuersystem hatte.

Die alte Regierung hatte zugelassen, dass internationale Großbanken die Kontrolle übernommen haben. Die Bank IWF, Washington und die EZB unter Leitung von M.Graghi (Ex GoldmanSachs Banker, USA). Sie kontrollieren jetzt die Steuereinnahmen und deren Geldflüsse in Griechenland.

Das ist die Fratze des westlichen “Demokratie”-Systems, die sich in einer Krise ungeniert zeigt. Die wirkliche Macht liegt bei den Großbanken, dem intern. Großkapital.

Stellt sich die Frage, warum wollte Varoufakis heimlich ins eigene Steuersystem eindringen? Varoufakis dazu jüngst in Interviews:

Die oberste griechische Steuerbehörde, das “Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen” (GGDE), werde “komplett und direkt von der Troika (IWF, EZB, EU Kommission) gesteuert. Sie war nicht unter Kontrolle meines Ministeriums, von mir als Minister, sie wurde von Brüssel gesteuert.” Er sei sicher, fügt Varoufakis lachend hinzu, dass seinen Zuhörern angesichts dieser Enthüllung “die Haare zu Berge stehen”.

Mithilfe eines befreundeten Computerexpertens an der US-Universität Columbia wollte sich Varoufakis Zugang zu Steuerdaten griechischer Bürger verschaffen, um auf diesem Weg ein paralleles Zahlungssystem aufzubauen, um ggf. wieder eine eigene Währung (Drachme), unabhängig vom Gelsystem Euro, einführen zu können. ”Wir beschlossen, die Software meines eigenen Ministeriums zu hacken”, erzählt Varoufakis laut einer Audioaufnahme, die OMFIF  (Londoner Thinktank) mittlerweile veröffentlicht hat.

Unglaubliche Zustände in Europa. Da sieht sich eine demokratisch gewählte Regierung genötigt, mit Hackern zusammenarbeiten, um an die Daten des eigenen Ministeriums zukommen, vorbei an den mafiösen Strukturen intern. Großbanken, die über die Politikdarsteller Regie führen.

Und die Medien…

Von diesen Zuständen erfährt das Wahlvieh nicht viel. Stattdessen wird in der Griechenland-”Rettung” der nächste Akt des Schmierentheaters mit großem Pomp aufgeführt. Aufopfernde Politdarsteller retten in nächtlichen Sitzungen, Woche für Woche die ganze Welt, zum Wohle des Volkes. Während zur nächsten Rettung mal schnell über Nacht 7,1 Milliarden Euro an Griechenland überwiesen werden, die sofort zum IWF und EZB zurück überwiesen werden, kommt davon beim griechischen Volk mal wieder kein Cent an.

Mit dieser Aktion wurden Bankkredite  von IWF und EZB auf die Steuerzahler übertragen, denn die jüngst nächtlich überwiesenen 7,1 Millarden kommen aus EU-Töpfen, die mit Steuergeldern befüllt sind.

Glück gehabt, bei einem Grexit nämlich, wären die intern. Banken IWF und EZB wohl auf den Krediten sitzen geblieben. Das ist die einzige Rettung die passiert ist. Wieder eine Bankenrettung. Allerdings die Zinsen für diese Kredite  (die das griechische Volk aufbringen muss), dürfen die Banken behalten, sicherlich auch zum Wohle des Volkes.

Und so haben die Handlanger des Großkapitals, unsere gewählten Volksvertreter, wieder einen guten Job gemacht, den Großbanken zu Gewinnen verholfen und den Steuerzahler geschädigt.  In den Qualitätsmedien wird dies wieder als “Rettung” verkauft.

Geht es den Griechen besser…

In Griechenland hat sich nichts verändert. Die Gelder der Griechen, die zu dumm waren, rechtzeitig ihr Geld von griech. Banken abzuheben und “rauszubringen”, was das Großkapital natürlich getan hat, kommen noch immer nicht an ihr Geld. Bei den Banken gibt es, total gesehen, noch immer nur wenig über 60 Euro pro Tag.

Hunger, zunehmende Armut, steigende Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, abschwingende Wirtschaft, steigende Selbstmordraten, keine Medikamente, usw… dafür ist Griechenland aber wieder um viele Milliarden höher verschuldet und darf weitere Zinsgewinne der Großbanken aufbringen.

Was steckt dahinter…

Und hier tritt nun der wirkliche Hintergrund zu Tage. Unter dem netten Wort Privatisierung wird nun das letzte Volkseigentum verramscht (Häfen, Energie-, Wasserversorgung, Öl-, Gold-Reserven, usw.) . Hier greifen nun intern. Konzerne und Banken alles zum Schnäppchenpreis ab, so dass man später den Griechen ihr Eigentum wieder teuer zurück verkaufen kann. Dann wird eben Wasser, Energie usw. noch teurer…

Das Ergebnis ist ein völlig überschuldetes, ausgeplündertes Land, dass nur noch von Großbanken gelenkt wird, unter der vollkommenen Abhängig des Großkapitals dahin vegetiert und seine Bewohner ausblutet und ausbeutet.

Schönes neues Europa. Schöner demokratischer, kapitalistischer Westen.

Und die Heuschrecken ziehen zum nächsten “Pleite-Land…”.

 

 

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