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Sorgenfreieres Leben: Finnland testet Bedingungsloses Grundeinkommen

Sorgenfreieres Leben: Finnland testet Bedingungsloses Grundeinkommen

bernieberlin1

Juni 26th, 2015

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Als erstes Land in Europa testet Finnland das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE)


Die neue finnische Regierung hat als erste in Europa beschlossen, ein Experiment mit dem Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens umzusetzen. Genaue Details zu den Plänen, die im Koalitionsvertrag verankert wurden, sind noch nicht bekannt. Rund 80 Prozent der Finnen halten den Versuch dennoch für eine gute Idee.

Hier sieht man die Grundversorgung jedes Bürgers als Aufgabe der Gemeinschaft, also des Staates.

Anstatt viel viel Geld in die Verwaltung von Sozialleistungen und Kontrolle der Bürger zu stecken, wird dieses Geld für den Bürger genutzt.

Die Vorschläge der Höhe des finnischen Test-BGE reichen bis 1.166 Euro pro Monat. Bereits 1974 bewies die kanadische Stadt Dauphin, dass die Idee durchaus erfolgreich sein kann. Dort führte ein BGE-Experiment mit 1.000 Familien zu zahlreichen positiven Effekten. Nicht nur mussten die Teilnehmer als Folge geringeren ökonomischen Drucks seltener zum Arzt und senkten damit auch die Kosten für das Gesundheitssystem, auch erreichten die Kinder der Familien überdurchschnittlich hohe Schulabschlüsse. In einer Studie wurde Dauphin später „die Stadt ohne Armut“ genannt.

Gegner dieses BGE sind vor allem kommunistisch, sozialistisch geprägt Menschen, für die die Arbeit über alles geht. Aber auch liberale, die die Aufgabe des Staates reduzieren wollen.

Aber wäre es nicht genau die Aufgabe des Staates, für Grundregelungen verantwortlich zu zeichnen, und das  mit möglichst wenig Aufwand und Kontrolle, damit die Bürger frei und sicher agieren  und ihr Leben sorgloser gestalten können, ohne Abhängigkeit von einer überdimensionierten Bürokratie?

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